35 Am Simmel

Trutzburg Gottes in harten Wintern

Wie ein mächtiger Walrücken erhebt sich inmitten des schönen Hochtals der glaziale Rundhöcker des   Simmel   und offenbart sich auf der Passhöhe des   Hochtannberg   als sagenhafte Aussichtswarte. Weit schweift der Blick von der westlichen Flanke beim   Weltfriedenskreuz, zu dem heute noch gepilgert wird – wie schon vor fünf Jahrhunderten zur nahe gelegenen Kapelle. Als Pfarrkirche der Walser von   Hochkrumbachwar sie ab   1687   die höchstgelegene des Landes. Von den Leuten mühsam mit Wasser und Brennholz versorgt, trotzten im benachbarten Pfarrhaus (Abbruch 1917) etliche Priester den harten Wintern. Bevor der letzte   1856   abwanderte, hatte er sogar die Kirchenbänke verheizt, um nicht zu erfrieren. Für die tapferen Seelsorger einst wie ein „sibirisches Exil“, präsentiert sich heute ein kleines Paradies.

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