26 Hinterboden

Ortskern von Warth, Heimat des ersten Skifahrers

Die kleine Walserparzelle, wo vor über 500 Jahren anstelle der Pfarrkirche   St. Sebastianbereits ein erster Steinaltar stand, wurde noch bis ins 18. Jahrhundert   Hinterboden genannt. Im alten, dichten Ortskern von Warth fand sich der Pfarrhof als besonders geschichtsträchtige Walserheimat. So tat sich in der langen Reihe an Seelsorgern so mancher als Mediziner und Schulmeister, Historiker oder Handwerker hervor. Die folgenreichste Eingebung hatte   1894   Pfarrer Johann Müller. In einer Zeitschrift entdeckt, bestellte er sich „die Schwedischen“ und übte aus Scham vor Gelächter nächtens den Skilauf. Als es im zweiten Morgengrauen mit den seltsamen Brettern an den Füßen nach nur eineinhalb Stunden Lech erreichte, wurde er löblich bewundert und brach dadurch der Zukunft am Tannberg die Bahn.

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