47 Mariä Verkündigung

Ältester Sakralbau zu Schröcken

Als bei der letzten Renovierung Mauerreste freigelegt wurden, bestätigte sich, dass im Ortsteil   Unterboden   mit der anmutigen   Kapelle zu Mariä Verkündigung   der älteste Sakralbau in Schröcken steht. In der Warther Kirchenchronik ist zur Expositur „Girsboden“ – wie der Ort noch bis ins 17. Jahrhundert hieß – gar die Jahreszahl   1269   vermerkt. Da angenommen wird, dass hier bereits vor Ankunft der Walser Alpwirtschaft betrieben wurde, ist solch frühe Errichtung nicht auszuschließen. Auch Pfarrer Jodok Grenßing, der den Abbruch und Wiederaufbau von   1774 bis 1778   veranlasste, bezeichnete den Bau als „uralt und glaublich so alt wie die Pfarrkirche“. Nachdem zu Letzterer jahrhundertelang nur ein Weg durchs Tobel ging, waren die Walser wohl umso dankbarer für diesen kleinen Hort der stillen Andacht.

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