16 Leben auf Bürstegg

Von Sommerblüte und sich türmendem Schnee

Wenn im Sommer auf der prachtvollen Flur kostbarste Alpenflora gedeiht und über die Weiden sowie Schindeldächer die Schönwetterwolken fliegen, empfängt   Bürstegg   wie ein kleines Paradies. So mag es auch nicht wundern, dass hier schon   1453   die höchstgelegene Siedlung des Landes zu finden war und sich die Walser an den saftigen Grasmatten und großflächigen Gütern erfreuten. Letztere waren kein Luxus, sondern schlicht notwendig, um das Vieh mit genügend Heu über den Winter zu bringen. Vorratshaltung war das Gebot, nachdem die   Bürstegger   über Monate in eisiger Isolation lebten. Mit dem Nötigsten versehen – von Salz und Mehl über Trockenfleisch und Dörrobst bis hin zum Torf als Holzersatz für den Ofen – harrten die Familien in ihren Häusern, während sich der Schnee oft bis an die Dachkante türmte.

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