05 Schlössle Lech

1720m  − sonnige Walserparzelle als Zeugin des Bergsegens

Auch wenn sich dort keine   Burg   erhebt, findet sich talwärts selbiger Flurname, und wenngleich hier ebenfalls kein Kastell stand, erweist sich der stolze Titel historisch als stimmig. Westlich bergauf liegt die „Gruaba“, weswegen angenommen wird, dass „Schlössle“ auf die Unterkunft eines Bergaufsehers zurückgeht. Dass in Lech nach Erz gegraben wurde, ist urkundlich belegt. Schon1515   belehnte Kaiser Maximilian I. den Ludwig von Nordholz mit einem „Bergwerk auf dem Tennenberg“. Um   1660   wohnte ein Johannes Beiser „uf'm Schloss“, womit bereits das stattliche Gehöft gemeint war, auf das sich der Name übertrug. Bis ins 20. Jh. gehörte die Walserheimat auf 1720 Metern zu den höchstgelegenen am Tannberg und erfreute sich inmitten der sonnigen Bergwiesen zu oberst in Oberlech ihrer herrlichen Lage.

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