19 Steiniger Bühel

Lesesteinpyramiden auf Walser Urwiesen

Es ist eine Art steinernes Geduldspiel, ein seit Jahrhunderten anhaltendes Zusammenwirken mächtiger Naturkräfte und emsiger Menschenhände, das oberhalb der ehemaligen Walsersiedlung   Bürstegg   ein eigentümliches Landschaftsbild schuf. Ursache ist die Verwitterung des Hauptdolomits, der die markanten Schroffen und Zinnen des   Karhorns   zu verdanken sind. Alljährlich werden durch die Sprengkraft des Spaltenfrost ganze Gesteinsbrocken zu Tal geschickt, weshalb sich die steilen Grashänge und deren Ausläufer nach Schneeschmelze als weites „Trümmerfeld“ präsentieren. Bereits die Walser begannen damit, die Steine zu Geröllpyramiden und stämmigen Naturmauern zu schlichten. Der Lohn für die Sisyphusarbeit war und ist eine bessere Beweidung oder auch Mahd der   Urwiesen   mit ihrer seltenen, kostbaren Flora.

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